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Energiegemeinschaften in Gemeinden – Potentialanalyse der KEM-Carnuntum

Ein Maßnahmenschwerpunkt der KEM-Carnuntum ist es das Thema Energiegemeinschaften in der Region anzubahnen und Interessenten*Innen auf dem Weg zu ihrer Gründung zu unterstützen. Eine zentrale Rolle spielen in diesem Zusammenhang natürlich auch die drei KEM-Gemeinden, die stark daran interessiert sind den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben und erkennen, dass Energiegemeinschaften hier eine wichtige Rolle einnehmen können.
Um einen vertiefenden Einblick über die einzelnen Möglichkeiten der drei Gemeinden zu bekommen wurde seitens des KEM-Carnuntum Modellregionsmanager Philip Loitsch eine Simulation für eine Erneuerbare Energiegemeinschaft in den drei Gemeinden durchgeführt.
Fokus dabei war es den derzeitigen IST-Stand der Gemeindegebäude zu erheben und die entstehen Stromverbräuche mit den Produktionswerten der gemeindeeigenen PV-Anlagen abzugleichen. Mit Hilfe von ermittelten Lastprofilen und der Simulationssoftware BIFROST konnten so die derzeitigen Möglichkeiten von Energiegemeinschaften dargestellt werden. Ein wesentliche Faktor war der sogenannte „Selbstversorgungsgrad“ der Energiegemeinschaften, welcher beschreibt zu wie viel % sich die Energiegemeinschaft in Summe  mit der eigenen Stromerzeugung selbst versorgen kann.

 

Energiegemeinschaftssimulation am Beispiel Hundsheim

Im Video zu sehen sind die Last und Erzeugungsgänge der einzelnen Gebäude, sowie die fiktive Trafostation. Dieser erfasst durch den Selbstversorgungsgrad (en. Utilization Factor), zu wie viel % sich die Energiegemeinschaft selbstversorgen kann.  Gut zu erkennen ist, dass mit Beginn der Sonneneinstrahlung durch die PV-Produktion der Stromverbrauch innerhalb der Energiegemeinschaft schrittweise gedeckt werden kann und zur Mittagszeit 100% des Stromverbrauches der öffentlichen Gebäude abgedeckt werden kann.

Ebenfalls zu sehen ist am Ende das Lastprofil des Kindergartens, dessen Überschussstrom (orange markiert) durch die Energiegemeinschaft in allen öffentlichen Gebäuden genutzt werden kann.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es in allen drei Gemeinden trotz der stark unterschiedlichen Erzeugungs- und Verbrauchsstruktur der Gemeindegebäude Zeiten gibt, an denen Überschussstrom durch PV-Anlagen anfällt und dieser sinnvollerweise in einer Energiegemeinschaft genutzt werden kann. Aufgrund der starken saisonalen Abhängigkeit der Stromerzeugung durch PV-Anlagen ist im Winter der Selbstversorgungsgrad der Energiegemeinschaften deutlich niedriger als im Sommer. Am Beispiel der Gemeinde Scharndorf ist ersichtlich, dass durch einen starken PV-Ausbau selbst im Winter und trotz hoher Stromverbraucher (Wärmepumpen) Überschussstrom anfällt und dieser in einer Energiegemeinschaft bestmöglich genutzt werden kann.

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