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Anlagenbeschreibung – Biogasanlage Bruck/Leitha

Die Biogasanlage Bruck/Leitha wurde im Mai 2004 in Betrieb genommen und im Zuge des Umbaus im  1. Halbjahr 2014 auf eine 100% Biomethanreinigung und Gasnetzeinspeisung umgerüstet.

Ein energiereicher Kreislauf. Unter Ausschluss von Luftsauerstoff vergären nachwachsende Rohsto

ffe und organische Reststoffe aus der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie zu Biogas. Über eine Kraft Wärme-Koppelung erfolgt die Umwandlung in Strom und Wärme. Diese werden nur mehr für den Eigenverbrauch benötigt. Das aus der anaeroben Vergärung verbliebene Gärsubstrat kommt als Pflanzendünger auf landwirtschaftlichen Flächen zum Einsatz.

Biogasaufbereitung. Mit dem ambitioniertes Forschungsprojekt “Virtuelles Biogas” wurde der technologische Grundstein für die heutige Auslegung der Anlage in Richtung Volleinspeisung von Biomethan gelegt.
Seit 2007 wird Biogas mit einer in Österreich entwickelten Membrantechnologie auf Erdgasqualität gereinigt und in das Gasnetz eingespeist. Dieses einzigartige Projekt „Virtuelles Biogas“ zeigte, dass die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität technisch machbar, energieeffizient und somit auch wirtschaftlich umsetzbar ist.

Ziel ist es, dieser innovativen Technik zum Durchbruch zu verhelfen, denn die Beimischung von lokal produziertem Biogas zu herkömmlichen Erdgas kann dessen Umweltverträglichkeit wesentlich erhöhen.

Mittlerweile werden 3.300.000m³ / Jahr gereinigtes Biogas (= Biomethan) in das Netz eingespeist.

Akuteller Folder der Biogas Bruck/Leitha:

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Technische und energiewirtschaftliche Daten:

Jahresdurchsatz
34.000 t

Jährliche Biomethaneinspeisung
3.300.000 m³ Biomethan
-> Biomethan für 2.200 Haushalte oder
-> 1.000 Erdumrundungen mit einem modernen CNG-Pkw

Kapazität der Gasreinigungsanlage
1.000 m³ Biogas / h

3 Gärbehälter                                       je 3.000 m³
2 Nachgärbehälter                              je 5.000 m³

2 Blockheizkraftwerke
1x 836 kWelektrisch
1x 526 kWelektrisch

Die Strom- bzw. Wärmeproduktion der BHKWs
dient ausschließlich dem Eigenbedarf.

Schema und Stoffflüsse >>

Pilotprojekt “Virtuelles Biogas”
2007 – 2014

Projektbeschreibung: In einer Pilotanlage in Bruck an der Leitha wurde von 2007 – 2014 Biogas auf Erdgasqualität gereinigt und in das Gasnetz eingespeist. Das Projekt zeigte, dass die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität technisch machbar, energieeffizient und somit auch wirtschaftlich ist.
Damit wurde der technologische Grundstein für die heutige Auslegung der Anlage in Richtung Volleinspeisung von Biomethan gelegt.

In diesem einzigartigen Projekt wurde durch ein breit aufgestelltes Konsortium mit 11 Projektpartnern die gesamte Wertschöpfungskette analysiert und optimiert – von der Rohstoffproduktion über die Produktion und Aufbereitung von Biogas bis hin zur Verwendung als Kraftstoff. Ziel war es, dieser innovativen Technik zum Durchbruch zu verhelfen sowie den Kraftstoff Erdgas durch die Beimischung von lokal gewonnenem Biogas noch umweltfreundlicher zu machen. Erd- und Biogas können als Kraftstoff einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion der Treibhausgas-, Stickoxid- und Feinstaubemissionen leisten.

Eine ausführliche Projektdokumentation findet sich >>hier<<

Fotos: Energiepark Bruck/Leitha

Kontakt für das Projekt “Virtuelles Biogas”:
DI MICHAEL HANNESSCHLÄGER, MSC

Projektpartner

Energiepark Bruck/Leitha
Biogasanlage Bruck/Leitha

Universitäre Projektpartner:

– Universität für Bodenkultur
– Technische Universität Wien
– Universität Wien

Technische Partner & Finanzierungspartner:

– Axiom- EVN
– Wien Energie
– OMV
– AVL List
– Grazer Energieagentur & LUPower

Fördergeber:

– FFG
– BMVIT
– Klima- und Energiefonds
– Land Niederösterreich

Bio(FLEX)Net – Flexible Stromeinspeisung aus Biogasanlagen Mai/2015 – April/2018

Die baldige Transformation des Energiesystems hin zu einer klimafreundlichen Energiebereitstellung auf Basis von erneuerbaren Energien ist eine, mittlerweile allgemein anerkannte,  Notwendigkeit. Ebenso herrscht weitgehend der Konsens, dass es einen Mix verschiedener Technologien geben muss, um diese Herausforderung zu meistern.

In den letzten Jahren wurde vor allem der Ausbau von Windkraft und Photovoltaik vorangetrieben, welche aufgrund ihrer stark fluktuierenden Stromerzeugung jedoch für die Netzstabilität problematisch sein können. Zudem befinden sich diese Stromerzeugungsanlagen in der Regel fernab von Strombedarfszentren, was den Bau von großen Übertragungsleitungen bzw. Stromspeichern oder Power-to-Gas Systemen notwendig macht.
Die Projektierung von großen Übertragungsleitungen nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und kann nicht mit der Installation von Windkraft- und Photovoltaikanlagen schritthalten. Stromspeicher bzw. Power-to-Gas Systeme befinden sich noch in der Entwicklungsphase bzw. beim Markteintritt und haben daher noch wenig Praxisrelevanz.

Biomassebasierte Technologien zur Energieerzeugung, allen voran der Energieträger Biogas, sind jedoch geeignet bedarfsabhängig Strom zu erzeugen. Bestehende Biogasanlagen sind, ebenso wie Windkraft- und Photovoltaikanlagen, sehr dezentral positioniert. Daraus ergibt sich für Biogasanlagen das Potential als Systemdienstleister tätig zu werden und mit dem erzeugten Strom Erzeugungsschwankungen anderer dezentraler Energieerzeuger auszugleichen.
Da die Betriebsumstellung auf Regelenergiebereitstellung relativ zügig durchgeführt werden kann, besteht die Möglichkeit bereits kurzfristig einen Beitrag zur Netzstabilität zu leisten. Dadurch kann auch ein weiterer Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen unterstützt werden.

Ziel dieses Vorhabens ist es praxisnah – am Beispiel der Biogasanlage in Bruck/Leitha –  zu ermitteln, welche technische Ausstattung und steuerungstechnische Applikationen für einen markt- und systemoptimierten Betrieb von Biogasanlagen für die Bereitstellung von bedarfsorientiert erzeugtem Strom notwendig sind.
Ein flexibler Betrieb von Biogasanlagen, welcher abgesehen vom Stromerzeugungsaggregat auch andere Anlagenteile wie zum Beispiel die Fütterungseinheit umfasst, ist noch wenig erforscht.

Auf Basis zu erhebender Anlagendaten wird im Projekt eine Prozesssimulation erstellt, welche erlaubt, verschiedene Betriebszustände zu simulieren. Die Biogas- bzw. Stromerzeugung an der Anlage soll durch Marktsignale sowie Prognosemodelle für den zu erwartenden Regelenergiebedarf gesteuert werden. Dazu wird ein Steuerungskonzept für die gesamte Anlage entwickelt, welches automatisiert eine wirtschaftliche Betriebsweise unter den technisch möglichen Rahmenbedingungen erlaubt.
Die Übertragbarkeit auf andere Biogasanlagen und zugleich die größtmögliche Wirtschaftlichkeit im Rahmen der neuen Direktvermarktungsinstrumente sind das Ziel des Projektes.

Kompost & Biogas Verband

BOKU-Logo

Universität für Bodenkultur Wien – Inst. für Landtechnik / Inst. für Verfahrens- und Energietechnik

TU Wien – Inst. für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik u. techn. Biowissenschaften

Next Kraftwerke AT GmbH.

Projektförderung durch:

Fachhochschule Wr. Neustadt – Campus Wieselburg

Kontakt für das Projekt Bio(FLEX)Net:

DI (FH) BERNADETTE MAUTHNER, ME
+43 (0) 664 88 29 59 39
b.mauthner[at]energiepark.at

Präsentation Berichte

01/2018 Konferenz, Rio de Janeiro, Brasilien
“Sustainable Develpment of Energy, Water and Enviroment Systems”
Präsentation Saracevic

08/2017 Journal “Biobased Future”
Artikel Theuretzbacher

08/2017 Konferenz, Tianjin, China
“Process Integration, Modelling and Optimisation for Energy Saving and Pollution Reduction”
Präsentation Saracevic

01.06.2017 Workshop
Präsentation Theuretzbacher
Präsentation Kirchmeyr
Präsentation Völpel
Präsentation Wöss
Protokoll

29./30.03.2017 Symposium, Innsbruck, Austria
“Chemical and Process Engineering”
Poster Saracevic

CEBC 2017
Präsentation Stürmer
Poster Theuretzbacher

Klimaaktiv Biogas 2016
Präsentation Danzinger
Präsentation Theuretzbacher

ÖGA-Jahrestagung 2016
Präsentation Stürmer

Klimaaktiv Biogas 2015
Präsentation Mauthner
Poster Theuretzbacher

NEWS

INFORMATION DER ÖFFENTLICHKEIT

gemäß Umweltinformationgesetz (UIG) und Störfallinformationsverordnung (StIV)

betrifft:
Biogas Bruck/Leitha GmbH & Co KG
Szallasweg 1 // 2460 Bruck an der Leitha
Geschäftsführung: DI(FH) Bernadette Mauthner, ME
Notfallnummer: 0664/ 260 34 03

Kurzbeschreibung der Betriebsanlage und der sicherheitsrelevanten Teile:
Die Biogasanlage Bruck/Leitha wird seit 2004 betrieben und produziert durch anaerobe Vergärung von Abfällen Biogas, welches in den Fermentern, Nachgärbehältern und Gasspeichern in unterschiedlichen Mengen zwischengespeichert werden kann. Dieses Gas wird zum größten Teil mit Hilfe einer Gasaufbereitungsanlage auf Erdgasqualität gereinigt und in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist. Nur ein geringer Teil des produzierten Gases wird mit Hilfe von BHKW´s zu Strom und Wärme verarbeitet.
Im schlechtesten Fall können bis zu 22,5 t Biogas kurzfristig zwischengespeichert werden, wodurch Fermenter, Nachgärfermenter, Gasspeicher und daran angeschlossene Aggregate als sicherheitsrelevante Anlagenteile betrachtet werden müssen.

Gefahren, die durch den Betrieb der Anlage einen Unfall verursachen können:
Auf Grund der max. speicherbaren Biogasmenge i.H.v. ca. 22,5 t und der Einstufung von Biogas als „P2 ENTZÜNDBARES GAS“ gemäß §84 GewO, Anlage 5, Teil 1 wird die Biogas Bruck/Leitha GmbH & Co KG als Betrieb der unteren Klasse eingestuft. Als solcher erfolgte eine Meldung an die zuständige Behörde und die Vorlage eines Sicherheitskonzeptes.
Der gefährliche Stoff kann unter explosionsfähigen Bedingungen (explosionsfähiges Gemisch und eine Zündquelle) eine Explosion oder einen Brand verursachen. Ein explosionsfähiges Gemisch kann jedoch nur als Folge von menschlichem Versagen oder technischen Gebrechen entstehen.

Information der Öffentlichkeit:
Dies dient der Information der Öffentlichkeit und wird einerseits gut sichtbar auf der Betriebsanlage positioniert und andererseits hier bereitgestellt.
Für den Fall eines Unfalles werden weitere Schritte zur Information der betroffenen Öffentlichkeit gemeinsam mit der zuständigen Behörde und den allenfalls notwendigen Einsatzkräften gesetzt. Es wird selbst im Falle eines Unfalles nicht von grenzüberschreitenden Auswirkungen oder Domino-Effekten mit benachbarten Betrieben ausgegangen.
Weitere Informationen können jederzeit schriftlich unter biogas[at]energiepark.at angefragt werden.

Juli 2018

Obige Informationen zum Download >>hier<<